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Selbsthilfe: Strategien


Beugen Sie Stress und nervöser Unruhe langfristig vor! Kurzfristige Entspannung ist an anstrengenden Tagen unerlässlich. Doch langfristig gesehen helfen nur vorbeugende Maßnahmen, damit die Stressfalle nicht immer wieder zuschlägt. Welche Strategie am besten hilft, ist individuell verschieden. Einige Ideen, wie auch Sie auf lange Sicht entspannt bleiben, stellen wir Ihnen hier vor:

Kognitive Verfahren

Ein altes Ehepaar geht gemeinsam LaufenKognitive Verfahren leiten sich aus der Verhaltenstherapie ab. Diese Verfahren gehen davon aus, dass die Art und Weise unseres Denkens maßgeblich bestimmt, wie wir uns fühlen, verhalten und wie wir körperlich reagieren.

Nicht die objektive Realität, sondern die subjektive Sicht der Dinge ist entscheidend für das Stressempfinden und für das Verhalten in einer spezifischen Situation.

Ziel der kognitiven Verfahren besteht darin, eine langfristige Umstrukturierung der Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen herbeizuführen. Negative Denkstrukturen sollen durch positive ersetzt werden. Beispielsweise kann ein Gespräch über die erlebte Stresssituation Personen meist dazu bringen, ihren Standpunkt zu ändern. So lernt man, Prioritäten anders zu definieren und Lösungen zu finden. In sehr schwierigen Situationen kann die Hilfe eines professionellen Therapeuten sinnvoll sein.

Ein Tipp: Bewertet man Situationen positiv, dann werden sie meist erfreulich und glücklich erlebt.

Soziale Unterstützung

Positive zwischenmenschliche Kontakte und ein gutes soziales Netzwerk tragen wesentlich zum physischen und psychischen Wohlbefinden bei. Soziale Unterstützung hilft, Probleme zu bewältigen, kritische Situationen zu meistern und mit Stress gelassener umzugehen.

Soziale Unterstützung  ist neben aktiver Hilfeleistung (Tipps zur Problemlösung, praktische Hilfe) auch Anerkennung und  emotionale Unterstützung, z.B. durch Trösten.
Menschen, die in ein gut funktionierendes soziales Netzwerk integriert sind, leiden seltener unter Stress und fühlen sich insgesamt wohler. Soziale Netzwerke  können in den Bereichen Familie/Verwandtschaft, im Freundeskreis, bei der Arbeit, in Freizeit/Sport und auch in der Nachbarschaft bestehen.

Tipp: Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte intensiv, fördern Sie Freundschaften und gute Beziehungen zu Nachbarn und zu Arbeitskollegen. Sie alle können helfen, Stress zu reduzieren und verbessern das eigene Wohlbefinden.

In Bewegung bleiben

Körperliche Bewegung und Sport helfen dem Körper, Stress besser zu verarbeiten. Beim Sport werden häufig Endorphine freigesetzt. Diese körpereigene Glücksstoffe wirken positiv auf  das Selbstbewusstsein und fördern die Entspannung.

Sportarten mit wiederholenden, gleichförmigen Bewegungen sind besonders geeignet für die Entspannung. Laufen, Radfahren und Schwimmen sind gute Beispiele hierfür. Grundsätzlich ist zum Stressabbau jede Sportart geeignet.

Wichtigste Voraussetzung: Sport soll Spaß machen!

Foto: © Robert Kneschke – fotolia.com

 

Entspannungsverfahren

In Stresssituationen kann man eine Reihe von Entspannungsverfahren anwenden. Diese sind jederzeit einsetzbar. Wer diese Übungen regelmäßig anwendet, erhöht seine Stressresistenz und erzielt mit Hilfe konsequenter Entspannung einen Langzeiteffekt.

Hier eine kleine Auswahl der gängigen Entspannungsverfahren, die sicherlich auch ganz in Ihrer Nähe – vielleicht im nächsten Fitnessstudio – angeboten werden:

  • Yoga-Übungen
  • Meditation
  • Tai Chi
  • Qi-Gong
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson