Home » Daten und Fakten zum Thema Stress

Daten und Fakten zum Thema Stress


Stress ist eine durchaus ernstzunehmende Gesundheitsbelastung. Diese zu ignorieren, kann für Betroffene zum Teil schwerwiegende Konsequenzen haben. Entnehmen Sie den unten aufgeführten Daten und Fakten, wie wichtig die Reduzierung von Stress ist.

Psychische Erkrankungen durch Stress

Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen steigt stetig an: Waren es im Jahr 2010 rund 53 Millionen, liegt die Zahl der Fehltage 2012 bereits bei rund 82 Millionen (Bundespsychotherapeutenkammer BPtK, 14.04.2014). Der Anteil an Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen stieg damit auf 16,6 Prozent im Jahr 2014. (DAK-Gesundheitsreport 2015)

Rund 2,6 Millionen Fälle von Arbeitsunfähigkeit sind auf psychische Erkrankungen zurückzuführen (Bundespsychotherapeutenkammer BPtK, 14.04.2014). Mit einem Anteil von 42 Prozent gelten psychische Krankheiten zudem als wichtigster Faktor von Frühverrentungen. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 19.03.2014)

Psychische Erkrankungen sind auch als Wirtschaftsfaktor ernst zu nehmen: Allein die direkten Krankheitskosten für psychische Erkrankungen betragen rund 16 Milliarden Euro pro Jahr – Tendenz steigend (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2011).

Im Jahr 2014 lagen psychische Erkrankungen mit einem Anteil von 16,6 Prozent an allen Krankmeldungen auf Platz 2 der Fehlzeiten. (DAK-Gesundheitsreport 2015).

Frauen sind stressanfälliger

Besonders gefährdet sind Frauen: So liegen die durchschnittlichen Fehltage je 100 Versicherte in der Diagnosegruppe psychische Probleme bei Frauen mit 303 Tagen (2014) deutlich höher als bei Männern (214: 181,2 Tage). (DAK-Gesundheitsreport 2015)

Erschöpfung, Depressionen, Schlafstörungen – immer mehr Mütter in Deutschland sind psychisch krank. Die Zahl ist nach Angaben des Müttergenesungswerkes von 49 Prozent (2004) auf 81 Prozent (2012) gestiegen. Vor allem wachsender Zeitdruck, die Doppelbelastung in Beruf und Familie und mangelnde Anerkennung ihrer Arbeit macht Frauen zu schaffen.

Am stärksten ist die Altersgruppe der 35- bis 39-Jährigen (19,2 Prozent) von psychischen Erkrankungen betroffen. (DAK-Gesundheitsreport 2015) Doch auch bei jungen Erwachsenen nehmen psychische Störungen zu. Rund 70.000 Versicherte im Alter von 20 bis 40 Jahren ließen sich Schlaf- und Beruhigungsmittel mit hohem Suchtrisiko verschreiben. (DAK Gesundheit, 12.01.2014)

Bleiben Sie gesund

Stress kann auf Dauer zu psychischen Störungen und Krankheiten führen. Versuchen Sie deshalb, Ihre individuellen Stressfaktoren herauszufinden und geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Sorgen Sie für mehr Ruhe und Entspannung auch tagsüber. Nutzen Sie die Möglichkeit einer telefonischen Beratung bei der Stress-Helpline: Jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr erreichen Sie unter der Telefonnummer 08000 – 142842 auf das Thema Stress spezialisierte Ärzte und Psychologen.