Achtsam im Hier und Jetzt

Der Begriff Achtsamkeit stammt ursprünglich aus dem Buddhismus und beinhaltet die Wertschätzung gegenüber der eigenen Person, Nachhaltigkeit im Umgang mit der eigenen Gesundheit sowie die Übernahme von Verantwortung für Familie und Freunde. Achtsam sein heißt, Momente bewusst zu erleben und auf seine innere Stimme zu hören. So schützt man seine Psyche und entschleunigt sein Leben.

Wir können diese Haltung ganz leicht in unser tägliches Leben einbauen. Dazu beachten wir die „Fünf B‘s der Achtsamkeit“:

1

Bewusst innehalten:

Nehmen Sie sich zwischendurch immer mal wieder eine Minute Zeit. Stellen Sie sich bequem hin, atmen Sie bewusst, spüren Sie in sich hinein. Was fühlen Sie? Wie geht es Ihnen? Nur beobachten – nicht werten.

2

Bewusst gehen:

Konzentrieren Sie sich auf dem Weg zum Bus oder beim nächsten Spaziergang auf Ihr Gehen. Fühlen Sie, wie Ihre Füße den Boden berühren, welche Muskeln sich an- oder entspannen. Gehen Sie im Hier und Jetzt und verschaffen Sie Ihren Sorgen eine Pause.

3

Bewusst atmen:

Atmen Sie bewusst und kontrolliert, das regt die Leistung des Gehirns an und kann negative Gefühle verringern. Tief durch die Nase einatmen – die Luft einige Sekunden in der Lunge behalten – und durch den leicht geöffneten Mund oder durch die Nase wieder ausatmen. Diese Übung hilft auch bei akutem Stress, quasi bevor wir „in die Luft gehen“.

4

Bewusst essen:

Oft schlingen wir unsere Mahlzeiten in uns hinein, ohne wirklich wertzuschätzen, was wir essen. Beim achtsamen Essen bemühen wir alle Sinne: Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen und Hören. Kauen Sie bewusst und langsam.

5

Bewusst dankbar sein:

Diese Übung eignet sich für den Abschluss des Tages. Gehen Sie den Tag in Gedanken durch, reflektieren Sie, was Sie bewegt hat, für welche Erlebnisse, Menschen, Erfahrungen Sie heute Dankbarkeit verspüren. Das entspannt und erhöht Ihre Aufmerksamkeit für die vielen schönen Dinge, die Ihnen im Alltag begegnen.
Wer mag, kann auch ein „Glückstagebuch“ schreiben, in das er jeden Abend drei Dinge einträgt, die ihn glücklich gemacht haben. So schließt der Tag mit positiven Gefühlen ab – diese festigen sich in unseren Gedanken im Schlaf.

„Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist,
habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“

Voltaire (1694–1778)

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