Bleiben Sie belastbar!

Wer in der heutigen Zeit beruflich etwas erreichen will, der braucht neben Eigenschaften wie Ehrgeiz, Selbstbewusstsein und Fleiß vor allem eines: Er muss belastbar sein. Doch Belastbarkeit ist nicht selbstverständlich. Es bedarf einer starken, gesunden Psyche, um nervlicher Anspannung und Stress – vor allem Dauerstress – im Beruf standzuhalten.

Belastbarkeit – was ist das eigentlich?

Unter dem Begriff Belastbarkeit werden in der Psychologie allgemein die körperlichen als auch seelischen Reserven bezeichnet, die eine Person mobilisieren kann, um auf objektiv einwirkende Stressoren zu reagieren.

Der Begriff Belastbarkeit bezieht sich darauf, inwieweit sich eine Person selbst subjektiv als widerstandsfähig und robust beurteilt. Ob ein Ereignis als belastend empfunden wird, hängt stark von der eigenen Bewertung dieser Situation ab. Wenn unsere Selbsteinschätzung eher negativ ist, entstehen Nervosität und Sorge. Hingegen, wenn wir einer Aufgabe positiv gegenüberstehen, fällt uns die Erfüllung und Umsetzung leichter.

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Selbsteinschätzung – wie belastbar sind Sie?

Eine gewisse Belastung, wie sie im Berufsleben oder auch z.B. bei sportlicher Betätigung abverlangt wird, schadet einem gesunden Menschen nicht – im Gegenteil: Durch die Willensstärke eine bestimmte Situation zu meistern, wird bei Erfolg das Selbstbewusstsein gestärkt.

Viele Menschen sind aber in negativen Denkmustern regelrecht gefangen und trauen sich dadurch weniger zu. Manche haben auch Angst vor Ablehnung und stellen deshalb keine Forderungen. Oder sie scheuen sich, Nein zu sagen, aus Angst, andere zu verletzen. Wer jedoch perfekt sein will, überfordert sich schnell und verkrampft.

Trauen Sie sich etwas zu

Nicht das, was wir erleben, sondern wie wir etwas bewerten, macht uns unruhig und nervös. Wenn die eigene Einschätzung daher Nervosität auslöst, birgt das gleichzeitig auch die Chance, durch neue Denkweisen aktiv für mehr inneres Gleichgewicht zu sorgen. Allein eine positive Einstellung gegenüber neuen Herausforderungen lässt uns gelassener und souveräner an die Aufgaben herangehen. Und mit einer veränderten Sichtweise findet man auch schneller die richtige Lösung für eine Situation, holt sich eher Hilfe oder kompetenten Rat und es führt auch meist zu mehr Erfolg.

Richten Sie sich ein Feierabend-Ritual ein

Endlich Feierabend! Ein wenig Zeit, den Arbeitstag hinter sich zu lassen und zu entspannen. Hilfreich sind Rituale für den freien Abend:

  • einmal um den Block laufen, bevor Sie nach Hause gehen (und das unabhängig vom Wetter)
  • vor dem Betreten Ihrer Wohnung einen kleinen Abstecher zu den Mülltonnen machen und dort symbolisch alles in die Tonnen zu werfen, worüber Sie sich geärgert haben oder was Sie belastet (falls Ihnen die Vorstellung schwer fällt, schreiben Sie die Sorgen oder Ärgernisse auf kleine Zettel und werfen Sie diese weg)
  • nach dem Betreten der Wohnung die Fenster weit öffnen und einige entspannende Bewegungs- und Lockerungsübungen machen
  • sich für einige Zeit mit einer schönen Musik einfach nur hinsetzen und gar nichts tun