Sie haben Stress? – Das geschieht in Ihrem Körper

Stress ist nicht nur ein psychisches Erleben. Bestimmte körperliche Reaktionen bei Stress kann man messen. So erhöht sich beispielsweise der elektrische Leitwert der Haut, und auch die Hirnstromkurve im EEG verändert sich. Ausgelöst werden diese Reaktionen im Wesentlichen von den beiden Stresshormonen Adrenalin und Cortisol.

Der Verlauf der Stressreaktion im Körper im engeren Sinne ist bereits seit Längerem ausführlich beschrieben. 
Zusammengefasst: Der Teil unseres Gehirns, welcher unterschiedlichste Gefühle wie Liebe, Angst oder Hass steuert, Menschen Neues lernen lässt und für unser Gedächtnis zuständig ist, wird limbisches System genannt. Es bewertet äußere oder innere Reize vor dem Hintergrund unserer bisherigen Erfahrungen als angenehm oder „gefährlich“. Meldet das limbische System einen Reiz als gefährlich, wird eine Alarmreaktion in Gang gesetzt, die sogenannte erste Stressachse (Sympathikus-Nebennierenmark-Achse).

Gesteuert durch das Stresshormon Adrenalin, setzen verschiedene spontane Körperreaktionen ein. Blutdruck, Puls, Atemfrequenz und Blutzucker steigen. Energiereserven und vorhandene Ressourcen werden mobilisiert, die Infektionsabwehr wird (kurzzeitig) gestärkt, das Schmerzempfinden herabgesetzt. Körperliche Funktionen, die für eine kurzfristige Reaktion auf den Stressor nicht wichtig sind (z.B. Verdauung, Sexualität), werden hingegen gehemmt.

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Dauert die Stresssituation länger an, wird die zweite Stressachse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) aktiviert. Das in der Nebenniere gebildete Hormon Cortisol wirkt über Stunden. Es erhöht den Blutdruck sowie den Blutzucker und beeinflusst den Gehirnstoffwechsel. So hindert es am Abschalten. Langfristig, bei anhaltendem Stress, treten Erschöpfungszustände auf, die zum Teil gravierende gesundheitliche Folgen haben können.

Chronische Stress-Symptome

Häufen sich Stresssituationen und werden Stresshormone nicht abgebaut, ist der Cortisolspiegel im Körper dauerhaft erhöht. Dadurch wird in erster Linie das Immunsystem geschwächt. Die Folgen können häufige Infekte und entzündliche Prozesse sein. Die Haut kann mit Irritationen reagieren und auch der Stoffwechsel kann bei Dauerstress durcheinander geraten. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann einen Anstieg des Blutdrucks begünstigen. Zu den typischen Symptomen von chronischem Stress gehören nervöse Unruhe, Schlafstörungen, eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Magen-Darm-Störungen, Stimmungsschwankungen und Gereiztheit. Beim Arztbesuch stehen meist die körperlichen Symptome im Mittelpunkt des Interesses.

Nervöse Unruhe und Stress beizeiten bekämpfen

Viele unterschiedliche Symptome zeigen an, dass sich innere Unruhe aufbaut. Häufig ist den Betroffenen nicht bewusst, dass sie aus dem inneren Gleichgewicht geraten sind. Wie also können Sie nervöse Unruhe und ihre Symptome erkennen und diese frühzeitig behandeln?

die körperliche Ebene

die Verhaltensebene

die Gefühlsebene

die Wahrnehmungsebene

Oft gibt es im Volksmund entsprechende Redensarten, die das Symptom gut beschreiben.

Symptome nervöser Unruhe im Alltag

Körperlich

  • Zittern
  • Schwitzen
  • Kalte Extremitäten („Da habe ich kalte Füße bekommen“)
  • Schlafstörungen („Das raubt mir den Schlaf“)
  • Trockener Mund
  • Schluckbeschwerden („Kloß im Hals“)
  • Kurzatmigkeit („Es schnürt mir die Kehle zu“)
  • Herz („Mir schlägt das Herz bis zum Hals“)
  • Übelkeit, Verdauungsstörungen („Das liegt mir im Magen“)
  • Rückenschmerzen („Mit dem Rücken zur Wand stehen“)
  • Kopfschmerzen („Sich den Kopf zerbrechen“)
  • Erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten
  • Schwindel („Es zieht mir den Boden unter den Füßen weg“)

Gefühle

  • Nervösiät
  • Schreckhaftigkeit
  • Gereiztheit
  • Wut
  • Ärger
  • Angst
  • Panik
  • Verunsicherung
  • Apathie
  • Gefühl „emotionaler Taubheit“
  • Niedergeschlagenheit

Verhalten

  • Überaktivität („Läuft durch die Gegend wie ein aufgescheuchtes Huhn“)
  • Erstarrung
  • Lähmung („Wie das Karnickel vor der Schlange“)
  • Vermehrter Konsum von Suchtmitteln (Nikotin, Alkohol, Tabletten etc.)
  • Falsche Ernährung (Stress-Essen)
  • Vermeidung sozialer Kontakten
  • Rückzug
  • Suche nach sozialen Kontakten

Wahrnehmung

  • Gedächtnislücken
  • Sprachlosigkeit („Es hat mir die Sprache verschlagen“)
  • Konzentrationsstörungen („Ich hatte ein völliges Blackout“)
  • Wahrnehmungsverschiebung
  • Grübeln, Selbstvorwürfe

Aufgrund seiner körperlichen Auswirkungen ist chronischer Stress eine der häufigsten Ursachen schwerer Erkrankungen. Stress sollte man daher ernst nehmen und beizeiten gegensteuern. Beobachten Sie an sich Beschwerden oder Veränderungen, wie sie oben beschrieben werden, zögern Sie nicht, Ihren Arzt oder Apotheker zu fragen. 
Bevor man Lösungsansätze erarbeiten kann, gilt es, den Stress zu erkennen und sich einzugestehen, darunter zu leiden. Allein dazu benötigt man genügend innere Ruhe. Neurexan® erleichtert diesen ersten Schritt, indem es die nervöse Unruhe vermindert. Auszüge aus Passionsblume (Passiflora incarnata), Hafer (Avena sativa), Kaffeesamen (Coffea arabica) und Zinkvalerianat können rasch beruhigen. So kräftigen Sie Ihre innere Balance und stellen Sie Ihr Gleichgewicht wieder her. 

Tipps, was sie sonst noch tun können, finden Sie unter: Behandlung